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Bewegung und Sport bei Krebs.

Noch vor wenigen Jahren riet man Patienten, sich während und nach einer Krebsbehandlung körperlich zu schonen. Heute sagen die Experten: Krebspatienten profitieren in fast jeder Krankheitssituation davon, aktiv zu sein und sich sportlich zu betätigen.


Themen Videothek Sport bei Krebs.

Wir bedanken uns bei den jeweiligen YouTube Kanalbetreibern für diese Videosequenzen. Es ermöglicht uns einen medialen Querschnitt über das Thema “Sport bei Krebs” aufzuzeigen.

Die heute bekannten Vorteile von Bewegung:

Man verringert das Risiko für viele mögliche Krankheits- und Behandlungsfolgen. Wer sich bewegt, fühlt sich seltener erschöpft und bleibt meist leistungsfähiger. Bei vielen Patienten hat der Krankheit und der Behandlung angemessene körperliche Aktivität zudem einen positiven Einfluss auf die Lebensqualität.

Ob Bewegung oder Sport während oder nach einer Krebstherapie geeignet sind, sollte man aber immer mit dem Arzt besprechen: Pauschalrezepte, wie viel wer wann leisten sollte, gibt es nicht. Wichtig ist auch, worauf man selbst Lust hat und was Spaß macht.


Was ist besser bei Krebs: Schonung oder Bewegung?

Ist nach einer Tumorerkrankung Schonung oder Bewegung besser? Die Antwort von Experten fällt eindeutig aus: Eine pauschale Empfehlung kann es nicht geben, dazu sind der Krankheitsverlauf und der individuelle Gesundheitszustand von Patient zu Patient zu unterschiedlich.

Doch immer mehr Daten belegen: Bewegung und Sport spielen für die meisten Erkrankten eine wichtige Rolle. Mögliche Krankheits- und Behandlungsfolgen können durch gezielte Übungen und Krankengymnastik vermindert oder ganz vermieden werden. So lassen sich zum Beispiel krankheitsbedingte Einschränkungen der Beweglichkeit verhindern.

Angepasstes Bewegungstraining verbessert außerdem Erschöpfungszustände, das sogenannte Fatigue-Syndrom. Darunter leiden viele Patienten noch lange nach der Therapie. Wer sich stark erschöpft fühlt, dem fällt der Einstieg in ein regelmäßiges Training allerdings oft besonders schwer.

Gemeinsam mit dem Arzt kann man als Betroffener am besten herausfinden, welches Pensum an körperlicher Aktivität sinnvoll und machbar ist. Um sich für eine bestimmte Art von Bewegung zu entscheiden, ist außerdem wichtig: Man sollte nur etwas auswählen, was einem auch Spaß macht.

Schließlich gibt es viele Untersuchungen, die den positiven Einfluss von Bewegung auf die psychische Situation von Krebspatienten belegen. Betroffene können Depressionen und Ängsten vorbeugen, diese Beschwerden lassen sich durch Training sogar oft bessern

Bewegung und Sport können aber auch ganz allgemein positiv auf die Lebensqualität und das Wohlbefinden von Patienten auswirken. Da man durch körperliche Aktivität oft fitter und belastbarer wird, gewinnt man ein Stück “normales” Alltagsleben und Zutrauen in die Leistungsfähigkeit des eigenen Körpers zurück. Bewegung und Sport können auch bei der Krankheitsbewältigung helfen. Insgesamt gibt es für Krebspatienten nur vergleichsweise wenige Situationen, in denen Bewegung tatsächlich schaden kann.


Sport – Schutz vor Rückfällen noch nicht sicher belegt.

Ob regelmäßiges Training auch das Risiko von Krebspatienten beeinflusst, einen Rückfall zu erleiden oder Metastasen zu entwickeln, ist dagegen bisher nicht ausreichend erforscht.

Es gibt erste Studienergebnisse, die sich allerdings noch nicht auf alle Krebspatientinnen und Patienten übertragen lassen. Hier die zurzeit wichtigsten Beispiele:

  • Bleiben ältere Brustkrebspatientinnen nach ihrer Erkrankung stark übergewichtig und bewegen sie sich wenig, so scheint ihr Rückfallrisiko erhöht zu sein.
  • Studien zeigen, dass eher inaktive Patienten mit Darmkrebs früher sterben als Patienten, die sich viel bewegen.
  • Auch bei Prostatakrebs könnte sich vielleicht die Prognose verbessern, wenn sich Patienten regelmäßig bewegen. Noch sind hier aber viele Fragen offen.

Individuelle Beratung ist wichtig.

Wer sich als Krebspatient gerne etwas mehr bewegen oder sportlich betätigen möchte, sollte als erstes mit seinem Arzt Rücksprache halten. Da dieser die Situation und den Krankheitsverlauf genau kennt, kann er Auskunft geben, welches Bewegungspensum und welche Art der Bewegung für den Einzelnen sinnvoll sind.

Bei der Wahl eines Bewegungsprogramms darf man aber auch eigene Vorlieben oder Abneigungen berücksichtigen.

Wichtige Fragen an den Arzt sind auch: Reicht es aus, den gewohnten Aktivitäten des täglichen Lebens nachzugehen, wie Einkaufen, Putzen, Kochen oder Gartenarbeit und Heimwerken? Oder sollte man besser gezielte Bewegungsübungen machen, die Ausdauer trainieren oder seine Muskelkraft aufbauen? Sind eher gemäßigte oder intensivere Sportarten sinnvoll? Was sollte man unbedingt vermeiden?

Für Krebspatienten, die bisher schon sportlich sehr aktiv waren, sieht die individuelle Empfehlung zudem meist anders aus als für Betroffene, die erst aufgrund ihrer Erkrankung den bisherigen Lebensstil ändern möchten.


Krebsnachsorge: Wie und wann helfen Sport und Bewegung?

In der Rehabilitationsphase, gegen Ende oder nach Abschluss der ersten Behandlung, findet für die meisten Patienten ein fließender Übergang von der Physiotherapie zum echten Bewegungstraining statt. Sich in der Nachsorge und Rehabilitation wieder mehr zu bewegen oder Sport zu treiben, kann verschiedene Vorteile haben:

  • Man tut etwas für seine allgemeine Gesundheit.
  • Man entwickelt ein Gefühl und Zutrauen zum eigenen Körper.
  • Man lernt, wie man trotz möglicher körperlicher Einschränkungen oder einer verminderten Leistungsfähigkeit mobil und körperlich aktiv sein kann.