Was tun bei Bienen- & Wespenstichen? Wann kühlen, wann besser zum Arzt?
Wenn eine Wespe sticht, merkt man das meistens sofort: Der Einstich schmerzt und schwillt rot an.

Die Furcht mancher Menschen vor Wespen mag übertrieben sein, doch für bis zu vier Prozent der Bevölkerung ist sie real – sie reagieren allergisch auf die Gifte von Wespen und Bienen. Dann ist Hilfe innerhalb von wenigen Minuten lebenswichtig.
 

Was kann man tun, wenn man gestochen wurde?

  •  Ist der Stachel in der Haut stecken geblieben, den Stachel so schnell wie möglich entfernen.Um das Gift dabei nicht auszudrücken, sollte auf den Stachelapparat kein Druck ausgeübt werden, d. h. er sollte nicht mit den Fingern zusammengepresst werden!
  • Um die Giftausbreitung zu verlangsamen, kann man die Einstichstelle waschen oder desinfizieren und mit Eiswürfeln oder kaltem Wasser kühlen.
  • Nicht kratzen, um eine Entzündung an der Einstichstelle zu vermeiden. Bei starkem Juckreiz helfen juckreizstillende Salben.
  • Bei Stichen im Mund-Rachen-Raum sofort einen Mediziner aufsuchen. Lutschen Sie Eiswürfel, um die sich ausbreitende Schwellung aufzuhalten.

Die Auswirkungen eines Wespenstichs sind unangenehm, doch innerhalb eines Tages klingt die Schwellung in der Regel wieder ab. Zum Arzt sollten Sie bei starken Stichreaktionen. Wenn Sie von einer Wespe gestochen wurden und nicht gegen Tetanus geimpft sind, wird ebenfalls zum Arztbesuch geraten. Wespen können Krankheitserreger wie Tetanus übertrage

Wichtig: Manche Menschen reagieren allergisch auf Insektengift. Bei ihnen kann es zu schweren Reaktionen des gesamten Immunsystems mit starker Schwellung, Fieber, Atemnot, Kreislaufbeschwerden bis zur Bewusstlosigkeit kommen.
 

Solch ein anaphylaktischer Schock ist unter Umständen lebensbedrohlich. Sollten Sie bei sich oder der Betroffenen Person Anzeichen einer starken allergischen Reaktion bemerken, verständigen Sie sofort den Notarzt unter 112! Nach Untersuchungen der TU München müssen in Deutschland pro Jahr mehr als 3000 Insektengiftallergiker notärztlich versorgt werden.


Golf & Natur: Wer sich mehr zum Thema Biene, Imkerei & Co interessiert, hier ein kleiner Ausflugtip:
Das Bienenmuseum in Moorrege.
 
Das Bienenmuseum Moorrege ist das einzige Bienenmuseum in Schleswig-Holstein. Es wurde im Juni 2002 eröffnet. Mitglieder des Imkervereins Uetersen und Umgebung haben in liebevoller Kleinarbeit eine Ausstellung über Bienenzucht und Imkerei aufgebaut und betreuen sie bis heute liebevoll.
 

Video: Tips bei Bienen- und Wespenstichen.