Zeckenschutz für unterwegs.

Bei einem Ausflug ins Grüne Vorsorge gegen die gefährlichen Parasiten treffen

(djd). Deutschland bietet unzählige attraktive Ausflugsziele. Um eine Auszeit im Grünen unbeschwert genießen zu können, sollte man sich aber vorab mit dem Thema Gesundheit auseinandersetzen – dazu gehören auch Vorsorgemaßnahmen gegen Zecken. Die Parasiten sind auf Wiesen, in Büschen und hohem Gras sowie in Wäldern und Parks unterwegs und können durch ihre Stiche mehr als 50 gefährliche Krankheitserreger übertragen – allen voran Borreliose-Bakterien und Viren der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Bei FSME kann es zu einer Hirnhautentzündung und in schweren Fällen zu einer Gehirn- und Rückenmarksentzündung kommen. Im Gegensatz zur Borreliose ist sie nicht mit Medikamenten heilbar.

Eine FSME beginnt oft mit grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Bei einem Teil der Infizierten befällt das Virus das zentrale Nervensystem. Das kann zu einer Hirnhautentzündung und in schweren Fällen zu einer Gehirn- und Rückenmarksentzündung führen. Mehr Infos zum Thema FSME und zu den Gefahren durch Zecken gibt es unter www.zecken.de.

Die richtige Zeckenvorsorge

Wer gerne im Grünen unterwegs ist, sollte stets ein Erste-Hilfe-Set mit Desinfektionsmittel, Pflaster sowie einer Zeckenkarte oder Pinzette zur Zeckenentfernung dabeihaben. Durch Impfen kann man sich vor einer FSME-Erkrankung schützen. “Empfehlenswert ist eine Impfung insbesondere für Personen, die in FSME-Risikogebieten leben oder sich aufgrund eines Ausflugs oder Urlaubs dort aufhalten und mit Zecken in Kontakt kommen können”, erklärt der Reisemedizinier Professor Dr. med. Tomas Jelinek.

Wer sich jetzt noch für die aktuelle Zeckensaison vor FSME schützen will, kann einen Impfschutz innerhalb weniger Wochen aufbauen. Die Impfkosten werden beim Aufenthalt in einem deutschen FSME-Risikogebiet von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Damit man gar nicht erst von einer Zecke gestochen wird, empfiehlt es sich, lange Kleidung sowie festes Schuhwerk zu tragen. Das erschwert den Spinnentieren den Zugang zur Haut. Helle Kleidung ermöglicht ein schnelles Entdecken der Parasiten. Darüber hinaus kann ein Anti-Insektenspray, das auch gegen Zecken hilft, dazu beitragen, die Spinnentiere auf Abstand zu halten. Zudem sollte man den Körper nach jedem Aufenthalt im Grünen gründlich absuchen.

Insgesamt 164 FSME-Risikogebiete

In Deutschland gibt es 164 FSME-Risikogebiete. Dazu zählen große Teile Bayerns, Baden-Württembergs sowie Teile Südhessens, Sachsens und Thüringens und auch das Emsland. “Aber Vorsicht: Zecken kennen keine Postleitzahl. Auch außerhalb der FSME-Risikogebiete können infizierte Zecken in seltenen Fällen das FSME-Virus übertragen”, warnt Professor Jelinek.

Foto: djd/Pfizer/www.zecken.de