Der Welt-MS-Tag mobilisiert Hilfe für Multiple Sklerose-Erkrankte.

(djd). Alle fünf Minuten erhält ein Mensch auf der Welt die Diagnose „Multiple Sklerose“, in Deutschland allein fast 15.000-mal im Jahr. Die Corona-Pandemie hat viele MS-Erkrankte vor weitere Herausforderungen gestellt, ihren Bewegungsradius eingeschränkt. Was Leben mit MS bedeutet und wo Hilfe zu finden ist, darüber informiert die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) im Vorfeld des Welt-MS-Tages am 30. Mai durch eine bundesweite Kampagne. Das diesjährige Motto lautet: „Stay Connected. Wir bleiben in Verbindung!” So soll ein Zeichen der Hoffnung gesetzt werden – mit Geschichten, die Mut machen und einer virtuellen Umarmung, die mehr sagt als tausend Worte.

#MS verbindet: Einladung zum Mitmachen

„In Zeiten von Corona ist es besonders wichtig, in Kontakt zu bleiben“, erklärt der Gewinner des Motto-Wettbewerbs, Johannes Einsiedler. “Für Neuerkrankte ist es zurzeit besonders schwierig, in Kontakt zu kommen. Man sollte sich nicht scheuen, mit den Beratungsstellen telefonisch oder per Mail in Kontakt zu treten“, rät er. Auf www.dmsg.de gibt es eine Übersicht mit Aktionen zum Welt-MS-Tag, aber auch aktuelle Experten-Empfehlungen zu Covid-19 und MS. In Arzt-Sprechstunden auf der Kommunikationsplattform MS Connect können Fragen an Experten gestellt werden. Auf Facebook, Instagram und YouTube lädt die Community zum Mitmachen ein. Ziel der globalen Kampagne wird es sein, Verbindungen zwischen Menschen mit MS und Hilfsangeboten zu knüpfen. Zahlreiche Online-Aktionen des DMSG-Bundesverbandes und der Landesverbände ermöglichen MS-Erkrankten und ihren Angehörigen, ihre Erfahrungen zu teilen und zu zeigen, welche Verbindungen ihnen weitergeholfen haben und neue Kraft schenken.

Hilfe, die bewegt

Neben digitalen Angeboten, Hörfunkspots und Infomaterialien sind für 2021 auch Vor-Ort-Aktionen geplant. Einen Spendenlauf organisiert Tischlermeister Michael Winterhoff, dessen Frau seit sieben Jahren mit MS lebt. Im Lockdown hat sie das Homeschooling für die vier Kinder übernommen – ein Beispiel, das Mut macht und für das ihr Mann gerne etwas zurückgeben möchte. Gemeinsam will die Familie die Hilfe für MS-Betroffene unterstützen.

Foto: djd/Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, BV