Die Diagnose Brustkrebs.

Über 70.000 Mal im Jahr stellen Ärztinnen und Ärzte aktuell die Diagnose „Mammakarzinom“ bei einer Frau fest. Dabei steigt das Risiko mit zunehmendem Alter. Jüngere Frauen sind nur selten betroffen, erst ab dem 40. und besonders ab dem 50. Lebensjahr erhöht sich das Risiko, um ab ca. 70 Jahren wieder abzusinken.

Die Diagnose Brustkrebs bedeutet einen großen Einschnitt für die betroffenen Frauen und alle ihnen nahestehenden Personen. Mit den bedrohlich erscheinenden Veränderungen umzugehen, erfordert viel Kraft. Bedenken und Unsicherheit machen sich breit und Gefühle von Depression. Wichtig ist: Selbst aktiv zu werden kann helfen, das Gefühl der eigenen Hilflosigkeit zu überwinden.

Themen Videothek Brustkrebs.

Können auch Männer an Brustkrebs erkranken?

Auch Männer können an Brustkrebs erkranken, allerdings wesentlich seltener. Auf etwa 69.220 neu erkrankte Frauen im
Jahr 2014 kamen 650 Männer mit Brustkrebs. 


Brustkrebs: Ursachen und Risikofaktoren.

Wie bei den meisten Krebsarten sind auch beim Brustkrebs die eigentlichen Ursachen nicht bekannt.
Man kennt jedoch einige Risikofaktoren. Die wichtigsten sind:

  • Situationen mit hormonellem Ungleichgewicht bzw. Hormontherapie
  • hohe mammographische Dichte
  • Rauchen
  • Nahrungsmittelzusammensetzung, z.B. fettreiche Ernährung
  • Vererbung
  • Alkoholkonsum
  • Übergewicht und Diabetes Typ II
  • geringe körperliche Aktivität

Erblicher Brustkrebs – Wenn der Krebs in den Genen liegt.

Rund fünf bis zehn Prozent aller Brustkrebsfälle sind erblich bedingt. Wenn in einer Familie gehäuft Brust- und Eierstockkrebs auftreten, kann eine genetische Beratung in einer Spezialsprechstunde für familiären Brust- und Eierstockkrebs Klarheit bringen. Wenn sich der Verdacht auf eine erbliche Belastung erhärtet, ist ein Gentest in Erwägung zu ziehen.

Auslöser für erblich bedingten Brustkrebs können Veränderungen (Mutationen) am BRCA-1- und BRCA-2-Gen sein; es gibt aber auch noch andere „Brustkrebsgene“ z.B. RAD51C. Je nach Ergebnis der Gentestung und individueller Risikoberechnung kann in vielen Fällen die Teilnahme an einer sogenannten intensivierten Früherkennung für die Brustkrebsvorsorge angeboten werden.


Welche Krankheitsrisiken gibt es für Trägerinnen des Brustkrebsgens?

Frauen mit Hochrisikogenen für Brustkrebs erkranken etwa 20 Jahre früher als Frauen ohne Risiko und haben ein lebenslanges Risiko von 50-80% an Brustkrebs zu erkranken, eine Wahrscheinlichkeit von 60%, dass auch die Brust der Gegenseite erkrankt sowie ein Risiko von 10-40% an Eierstockkrebs zu erkranken.


Wann ist ein Brustkrebs-Gentest sinnvoll?

Liegen bestimmte Erkrankungskonstellationen in einer Familie vor, empfehlen Experten, dass diesen Frauen eine ausführliche Beratung und eine genetische Testung in speziellen Zentren angeboten wird . Für den genetischen Test wird etwas Blut entnommen und dieses auf die bekannten Genveränderungen untersucht.

Ein positives Testergebnis sagt jedoch weder aus, ob Brustkrebs sicher auftreten wird noch wie der Erkrankungsverlauf sein wird. Es besagt nur, dass ein deutlich erhöhtes Risiko vorliegt, an Brust- und/oder Eierstockkrebs zu erkranken. Ein negatives Testergebnis wiederum „schützt“ nicht vor Brustkrebs, es kann trotz des fehlenden Nachweises von typischen Genveränderungen ein erhöhtes familiäres Brustkrebsrisiko vorliegen.


Sport bei Brustkrebs: Aktive Bewegung unterstützt die Genesung.

Regelmäßige, körperliche Aktivität und eine gesunde, ausgewogene Ernährung sind eine gute Vorsorge gegen gesundheitliche Erkrankungen wie Brustkrebs. Doch Sport spielt nicht nur bei der Vorbeugung von Krebs, sondern auch bei dessen Genesung eine ausschlaggebende Rolle.

Die sportliche Bewegung unterstützt die Therapie und den Genesungsprozess der Patientin. Der Energiehaushalt wird durch die Bewegung gesteigert und Stoffwechselprozesse werden beschleunigt. Dadurch werden die Abfallprodukte z.B.der Chemotherapien leichter durch den Körper abtransportiert.

Positive Auswirkungen auf den Körper:

  • Fatigue-Syndrom tritt seltener auf
  • Gewichtsabnahme erleichtert
  • bessere Konzentrationsfähigkeit
  • Besseres Gedächtnis
  • Steigerung der Lebensqualität

Psychische Effekte von Sport bei Brustkrebs.

Ebenfalls profitieren die Psyche und die allgemeine Gefühlslage: Beim Training werden Endorphine und andere anregende Botenstoffe ausgeschüttet, wodurch wir eine Art „Glücksgefühl“ empfinden. Dies hilft, den oft langen, an einen Marathon erinnernden Brustkrebs-Therapieplan durchzuhalten.

Positive Auswirkungen auf die Psyche:

  • besseres Selbstwertgefühl
  • weniger Angst und Depressionen
  • Körperwahrnehmung gesteigert
  • besserer Schlaf
  • soziale Teilhabe und Aufgeschlossenheit

Richtig trainieren.

 Wichtig: Ein behutsamer Einstieg und ein regelmäßiges Training.

  • Aufwärmen und abkühlen: Ein gezieltes Aufwärmprogramm im Ausmaß von 5-10 Minuten ist notwendig, um den Körper auf die Belastung vorzubereiten. Versuchen Sie dabei in einen regelmäßigen kontrollierten Atemrhythmus zu kommen. Reduzieren Sie das Tempo am Ende der Belastung langsam und schrittweise. Abrupte Wechsel zwischen Belastung und Ruhe sollten vermieden werden.
  • Tempo anpassen: Versuchen Sie Tempo und Intensität immer an die momentane Tagesform anzupassen und meiden Sie Spitzenbelastungen.
  • Regelmäßige Erholungsphasen einbauen: Übertreiben Sie die Belastungsphasen nicht und legen sie regelmäßige Erholungsphasen ein.
  • Belastungsgrenze akzeptieren: Versuchen Sie, mit Ihren Kräften gut hauszuhalten. Während der Chemotherapie sind kürzere, dafür aber regelmäßige Sporteinheiten besser als lange intensive.

Gefahren beim Training.

Wichtig: Generell sollte vor Aufnahme der sportlichen Aktivität mit dem behandelnden Arzt oder Ärztin im Brustzentrum darüber gesprochen werden. Die eigenen körperlichen Grenzen als Krebspatientin müssen dringend berücksichtigt werden.

Denn sollte z.B. die Wundheilung noch nicht abgeschlossen sein, könnten durch falsche Zug- oder Druckbewegungen Nachblutungen an Schwachstellen der OP-Nähte entstehen. Um Komplikationen vorzubeugen sollten diese Faktoren vermieden werden.


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