“Sport ist Mord” und andere Vorurteile.

Heinrich Heyne

REHA Golfsport Coach - REHA recabic Coach Zert. Schlaganfall Mentor
Was gibt es nicht alles für Missverständnisse und Irrtümer, wenn es um Sport geht. „Sport ist Mord“ ist das vielleicht bekannteste Vorurteil. Dabei ist genau das Gegenteil richtig. Wer sich nicht bewegt, schadet seinem Körper. Hier einige prominente Irrtümer:

Nur wenn ich mich beim Sport stark verausgabe und länger als 30 Minuten aktiv bin, hat das einen gesundheitlichen Wert.

Etwas Anstrengung gehört natürlich dazu, um Effekte zu erzielen, aber Anpassungen sind bereits bei moderaten Belastungen zu beobachten. Auch stimmt es nicht, dass erst nach 30 Minuten Belastung die Fettverbrennung optimal ist. Jede Aktivität verbraucht Kalorien und führt zu einer Gewichtsabnahme.

Sollte Ihnen nach einigen Wochen die moderate Belastung zu langweilig sein, können Sie die Intensität auch steigern. Komplett verausgaben müssen Sie sich nicht, denn das könnte auch mehr schaden, als dass es nützt.

Optimal ist es immer so: Dosieren Sie die Anstrengung so, dass Sie sich dabei noch gerade unterhalten könnten. Ein häufigeres, gut auf Ihre Leistungsfähigkeit abgestimmtes Training ist effektiver als eine extrem anstrengende Bewegungseinheit einmal pro Woche.

Als Anfänger mache ich mich beim Sport doch lächerlich.

Überall gibt es reine Anfängerkurse, bei denen die anderen genauso fühlen wie Sie. Sie werden schnell merken, dass Bewegung mit Gleichgesinnten noch mehr Spaß macht. Und einmal teilgenommen ist die größte Hürde geschafft, danach geht es von alleine.

Damit ich von Bewegung profitiere, brauche ich viel Zeit. Und die habe ich nicht.

Zugegeben, viele haben einen langen und anstrengenden Arbeitstag. Doch mit dem Motto „Ich schau mal, wann ich Zeit habe“ wird es nicht funktionieren. Wenn Sie den Termin fürs Training aber zu einem festen Teil Ihres Wochenplans machen, findet sich auch die Zeit. Regelmäßig dreimal pro Woche 20 bis 30 Minuten Bewegung reichen aus, um etwas für sich zu tun. Und denken Sie daran, auch zehn Minuten jeden Tag hat die gleichen Effekte. Da gibt es wenig Ausreden.

Bewegung ist nur was für junge Leute.

Fast alle Vereine und Golfclubs haben heute Angebote für unterschiedliche Altersgruppen. Hier treffen Sie viele Gleichgesinnte. Sie werden erstaunt sein, welche Fortschritte Sie erzielen können und wie positiv sich dies auf Ihr gesamtes Wohlbefinden auswirkt.

Allein durch Sport kann man schon abnehmen.

Mit Sport verbrauchen Sie zwar mehr Energie, dadurch lassen sich aber nicht alle Ernährungssünden auffangen. Um eine Portion Pommes frites mit Mayonnaise zu verbrennen, müssen Sie mehr als eine Stunde walken. Aber keine Sorge: Wenn Sie durch Gymnastik, Krafttraining und/oder Ausdauertraining ein Gefühl für Ihren Körper entwickeln, werden Sie auch mit Ihrer Ernährung bewusster umgehen.

Für mich gibt es keine passende sportliche Aktivität.

Niemand ist zu unsportlich, um sich zu bewegen. Es gibt viele Angebote für verschiedene Leistungstypen, die ganz unterschiedliche Fähigkeiten fördern, etwa Rhythmus, Koordination oder Geschicklichkeit. Ganz sicher gibt es dabei etwas, das Ihnen gefällt. Und jede Aktivität ist besser als Nichtstun.

Mein Job ist so anstrengend. Daher erhole ich mich lieber in meiner Freizeit, statt mich zu bewegen.

Ihr Körper braucht ein Mindestmaß an muskulärer Betätigung. Zuviel Schonung schadet ihm, weil die Muskeln entscheidend auf alle anderen Organe im Körper Einfluss nehmen. Nach einem anstrengenden Arbeitstag bringt beispielsweise Gartenarbeit an der frischen Luft mehr Erholung, als wenn Sie auf der Couch liegen. Zudem können Sie sich anschließend an neu gepflanzten Blumen und unkrautfreien Beeten erfreuen.


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